«… das Erstlingswerk für Orchester „Vers l’ouvert“ beeindruckte durch seine reife Balance in der Instrumentation und mit seiner stringenten Dramaturgie. Surrende Klangflächen schwangen sich auf, riefen mit einer weichen Atonalität imposante Landschaftsbilder hervor, führten das Gedankenkino tief in einen Bergwald, wo sich Regentropfen in Kobolde verwandelten und alles im Sog des Gespenstischen zu zerfliessen schien.»

Basler Zeitung

… dass Wahnsinn theatralisch fassbar ist, wissen wir aus der Theater- und Operngeschichte. Hier setzt Winkelmann an, doch sie radikalisiert das Thema, macht aus dem möglichen Spiel ein Stück nacherlebte Wirklichkeit. Ihre Musik schneidet tief in die Wunde und gibt dem von allen guten Geistern Verlassenen eine Stimme.

Badische Zeitung

KOMPOSITION

GEISTIGE VERWANDTSCHAFTEN

Béla Bartók, György Ligeti, die klassische nordindische Musik, Musik des Mittelalters und der Renaissance, die Volksmusik vieler Länder.

Literarische Resonanzen fand sie bei Dante Alighieri, Giuseppe Ungaretti, Ingeborg Bachmann, Lucian Blaga, Franz Hohler, Anna-Maria Bacher, Jean-Christophe Meyer, Irène Gayraud, Jannis Ritsos, Fernando Pessoa, Seamus Heaney, Juan Ramon Jimenez sowie Schweizer Volksdichtungen und Knüttelversen.

KOMPOSITIONSAUFTRÄGE brachten ihre Werke an zahlreiche bedeutende Kulturzentren der Welt – vom Lincoln Center und der Weill Recital Hall in New York über das Centre Pompidou und die Salle Cortot in Paris bis zur Tonhalle Zürich, zum Herkulessaal München, zum Radialsystem und der Philharmonie Berlin, zur Suntory Hall in Tokio, der Wigmore Hall in London und andere.

Selbst Interpretin, schrieb sie viele Instrumentalkonzerte für ihre KollegInnen, Stücke, die sie selber mit einem Augenzwinkern als „musikalische Haute Couture“ bezeichnet und die mit der Absicht geschrieben wurden, deren Persönlichkeit und  Stärken maximal zur Geltung zu bringen.

So entstanden Werke für den Cellisten Nicolas Altstaedt (Atlas), die GeigerInnen Patricia Kopatchinskaja und Pekka Kuusisto (Gemini), den Trompeter Simon Höfele (Icaros), die Cellisten Thomas und Patrick Demenga (Tree Talk), die Geigerin Sonya Suldina und andere.

Die KOMPOSITORISCHE ZUSAMMENARBEIT mit Ensembles wie dem Arditti Quartet, dem Merel Quartet, dem Schumann Quartett, dem Trio Gaspard, dem Amelio Trio, dem Ensemble Phoenix, dem Asian Art Ensemble, Steamboat Switzerland und dem Ensemble Musikfabrik gehörten zu den inspirierenden Begegnungen ihres langen Weges.

Neue Freundschaften und gemeinsame Projekte entstanden aus Residenzen bei Festivals wie IMS Prussia Cove Open Chamber Music (England), Musikfest Lockenhaus (Österreich), Krzyżowa (Polen) sowie den Festivals in Sylt und Ernen.

Eine Residenz beim Sinfonieorchester Basel, ein einjähriger Aufenthalt in London (Landis & Gyr) und sechs Monate Arbeit in Berlin (im Atelier von KulturRaumSchaffhausen) waren wichtige Phasen intensiver künstlerischer Arbeit. Weitere Einladungen führten sie zu den Festivals nach Luzern, Gstaad, Altdorf (Alpentöne), Båstad (Schweden), Zeitkunst (Berlin), Villa Romana (Florenz), Printemps des Arts (Monte- Carlo) und Melos-Logos (Weimar).

 EXISTIERENDE KOMPOSITIONEN:

– zwei Kammeropern
– zwei Musiktheater
– Werke für Sinfonie -und Kammerorchester
– Werke für Chor und Vokalensembles
– Instrumentalkonzerte
– verschiedene Ensemblebesetzungen
(darunter Kombinationen von westlichen mit asiatischen Instrumenten)
– Streichquartette
– Liedzyklen
– Kammermusik
– Solos und Duos

 

Ein vollständiges Werkverzeichnis finden Sie unten.

WEG

Aus einer Familie von Barockmusikern stammend, wuchs Helena Winkelman in der Schweizer Stadt Schaffhausen auf. Sie verliess die Schule früh, um am Konservatorium Luzern Violine zu studieren.

Nach fünf Jahren instrumentaler Ausbildung in der Schweiz und in Deutschland suchte Winkelman nach neuen künstlerischen Impulsen. Mit 23 Jahren reiste sie für ein Zwischenjahr nach New York. Die Zeit dort wurde zu einer prägenden Erfahrung: Die Stadt mit ihrer Vielzahl an Musikstilen gab ihr genau die Impulse, die ihr abenteuerlustiger Geist brauchte, um mit dem Komponieren zu beginnen. 

Auch nachdem sie nach Basel zurückgekehrt war und dort mit dem Kompositionsstudium begann, wählte sie nie nur einen Stil als ihre Stimme. Stattdessen blieb sie bei dem, was sie selbst einmal als „die Sache, worin ich wirklich gut bin“ bezeichnete:

Dinge zusammenzubringen, die auf den ersten Blick nicht zusammengehören.
Sich auf unterschiedlichste kulturelle Hintergründe, musikalisches Material und Instrumente einzulassen und daraus lebhafte Chimären und wagemutige Fusionen zu schaffen.

INHALTE

Vereint werden all diese verschiedenen Elemente von Winkelmans Faszination für das Chiaroscuro.

Nie war es ihr Ziel, mittels der musikalischen Vorstellung eine perfekte Welt zu erschaffen, sondern sie versucht der Dualität des Lebens mit derjenigen unvoreingenommener Aufmerksamkeit zu begegnen, wie sie nur die Kunst zustande bringt.

Besonders durch ihre Textwahl, für Musiktheater, Opern und Liederzyklen, sucht sie das Spiel von Licht und Dunkel in immer wieder anderen Kontexten auf:

Ein gutes Beispiel ist ihr Liedzyklus GEISTERLIEDER der das Thema Tod und Verwandlung aus der Perspektive von achtzehn europäischen Dichtern betrachtet.

In den Bühnenwerken findet sich ein schizophrener Triebtäter (Adolf Wölfli) neben Grillparzers liebenswerten Antihelden (Armer Spielmann).  Dann gibt es verzweifelt eifersüchtige Geschwister und einen kulturell entwurzelten Emigranten in der Kammeroper ENVIDIA über Texte des Argentiniers Spregelburd.

Ihre jüngste Arbeit VATERKIND wird eine transkulturelle Oper sein die einer alten koreanischen Geschichte folgt, in deren Zentrum eine Vater-Tochter-Beziehung steht.

UNTERRICHT/COACHING

Sie unterrichtet in Basel privat Komposition und Violine.

Neben der Musik gilt ihr besonderes Interesse den Lehren alter Kulturen und schamanischen Traditionen.

Seit 2026 ist sie zertifizierte Council Guide in der Tradition der Delicate Lodge.

 

FUN FACTS

Kann kein Auto fahren aber Pferde reiten.

Ist seit Geburt Vegetarierin.

Reist für Projekte um die ganze Welt, lebt aber seit bald dreißig Jahren in derselben Basler Wohnung.

Trinkt wenig, doch ihre meisten Freundschaften begannen über einem Glas Single Malt.

Lebenslauf und Ausbildung

Helena Winkelman – geboren 1974 in Schaffhausen – entstammt einer Musikerfamilie: Ihr Vater ist ein Niederländisch/Italienischer Flötist und Instrumentenbauer, ihre Mutter eine Schweizer Cembalistin.

Obwohl sie Preisträgerin an nationalen und internationalen Violinwettbewerben war und 2001 an der Musikakademie Basel mit dem Konzertdiplom abschloss, hat sie sich in den letzten Jahren nebst der Arbeit mit ihrem Kammerensemble vorwiegend der Komposition und Improvisation gewidmet.

Grosse Dankbarkeit gilt ihren Lehrern Roland Moser und Georg Friedrich Haas, Klaus Unger, Edwin Villiger, Pierre Favre, György Kurtag, Chris Luettichau und Eberhard Feltz, die ihr Schreiben und  Denken tief geprägt haben.

1992-1994 Unterricht bei Pierre Favre (Rhythmus und Improvisation)

1997-1998 Kurse an der Evening division der Juilliard School bei Stanley Wolfe.

2000 Kurs an der Schola Cantorum Paris bei Philipp Lasser.

2003-2007 Studium bei Roland Moser an der Musikakademie Basel (Diplom in Komposition) 

Gleichzeitig Unterricht bei Ken Zukerman in Nordindischer Musik. 

2007-2008 (auch in Basel) Nachdiplomstudium bei Georg Friedrich Haas

2008-2009 Aufenthalt in London mit einem Stipendium von Landis und Gyr. (Unterricht bei George Benjamin)

2010 einmonatiger Aufenthalt in Varansi, Indien um Dhrupad zu studieren.

2012 Halbjähriger Arbeitsaufenthalt in Berlin (Atelier KulturRaumSchaffhausen)

Werkliste

Hier ist einsehbar, ob ein Werk verlegt ist und wo das Notenmaterial erhältlich ist.
Viele dieser Kompositionen wurden von Radio oder Fernsehen aufgezeichnet (SRF 2, SWR, BR, WBGH Boston, Arte, ARD). Wo es möglich war, diese Aufnahmen wiederzufinden, finden Sie hier einen entsprechenden Link.
Kommerzielle Veröffentlichungen von Werken bei GENUIN, ARTE, ARD, CLAVES und anderen sind ebenfalls vermerkt.

Wenn Sie ein Werk aufführen möchten und dort „Winkelmans persönliche Edition“ vermerkt ist, nutzen Sie einfach das Kontaktformular und schreiben Sie mir.

Nachdem Sie den Betrag auf das untenstehende Konto überwiesen haben, erhalten Sie das Werk in den meisten Fällen per E-Mail innerhalb von zwei Wochen.
Grössere Partituren kommen ausgedruckt zu Ihnen. 

Die Kontodaten für Banküberweisungen sind:
Basler Kantonalbank
Helena Winkelman
CH50 0077 0250 1510 2200 3
BKBBCHBB
4055 Basel

All works
Large ensemble
Orchestra
Solos and Duos
Concertos
Chamber music
Songs and works for choir
Works for the stage

SUMMER HEAT

Basel 2024 |
15 min
Price: Leihmaterial
Commissioned by:
Kammerorchester Basel
Instrumentation:

Chamber Orchestra with

2 (Piccolo)/2 (Englishhorn)/3 (Bass clarinet)/2/2/1 with 8/8/6/5/2piano/synth and 6 percussionists. (2 should be native samba players, the percussion score is set for 1 drumset, glockespiel, 2 large swiss cow bells, 2 agogo bells and other samba-percussion)

The work should be amplified for best balance.

+ Work description

Fünf Schildbürgerschtraiche

2024 |
15 min
Price: SFR 45.-
Commissioned by:
https://youtu.be/IXqEWZ6ofZw?si=SrJPSXREn9E9BrtF
Instrumentation:

for clarinet and String Quartet

+ Work description

DER ARME SPIELMANN

2023 |
1 h 10 min
Price: Rental material
Commissioned by:
Franz Ensemble Bremen
Instrumentation:

for chamber septet (like Beethoven’s) and puppeteer.

+ Work description

ICAROS

2023 |
20 min
Price: Edited
Commissioned by:
I TEMPI
Instrumentation:

for solo trumpet, string orchestra and percussion

+ Work description

Nature Vive

2022 Basel |
10'
Price: SFR 25.-
Commissioned by:
Instrumentation:

for Soprano, violin, viola, violoncello, clarinet

+ Work description

GOBLINS

2020 |
20 min
Price: SFR 60.-
Commissioned by:
Sinfonieorchester Basel
Instrumentation:

6 Percussionists.

This work uses Lunason instruments.

https://www.lunason.com/en

Other instruments:Timpani (6), Bongos,

 

+ Work description

GEMINI

2020 BASEL |
32 min
Price: Leihmaterial
Commissioned by:
Sinfonieorchester Basel
Instrumentation:

for two solo violins and symphonic orchestra (with two performative percussion parts)

+ Work description

12 Visitations

2020 |
20 min
Price: SFR 45.-
Commissioned by:
Trio Gaspard
Instrumentation:

for piano trio

+ Work description

Vis-à-vis Goya

2019 |
15.00
Price: 25.-
Commissioned by:
Francesco Dillon and Emanuele Torquati
Instrumentation:

for violoncello and piano

+ Work description

ATLAS

2019 |
25 min
Price: Edited
Commissioned by:
Instrumentation:

for solo cello, timpani and string orchestra

+ Work description

KLEE-E-ENGEL

2018 |
20 min
Price: SFR 35.-
Commissioned by:
Viviane Chassot
Instrumentation:

8 Duos for violin and accordion

(or Sheng)

+ Work description

DOUBLE CONCERTO

2018 |
18'
Price: Rental Material
Commissioned by:
Bachfest Schaffhausen
Instrumentation:

for two recorders, harpsichord and string orchestra

+ Work description

THE CLOCK

2017 |
10'
Price: 25.-
Commissioned by:
MEREL QUARTET
Instrumentation:

for String Quartet (3rd string quartet)

+ Work description

PAPA HAYDN'S PARROT

2016 |
18 min
Price: Edited
Commissioned by:
Esterhazy Privatstiftung
Instrumentation:

for String Quartet

+ Work description

DAS ALLMACHTSROHR

2014 |
1 h 25 min
Price: Rental material
Commissioned by:
Verein Wölfli Bern
Instrumentation:

for three male actors and one female dancer and five musicians (Steamboat Switzerland avantcore rockband + ampl. clarinet and violin)

+ Work description

BANDES DESSINEES

2013 |
16.26 min
Price: Leihmaterial
Request: Winkelman
Commissioned by:
Musica Femina München
Instrumentation:

1. Violins  (8 players) =bait/meercats
2.Violins (6 players min)/Violas (4 players) = double role as warning bird (Whistleblower…) and in the last part of the piece as vulture.

3. Celli/Contrabass = Hunter/ hungry feline  (4/1 players)

+ Work description

ENVIDIA (Envy/Neid)

2010 |
1 h 50 min
Price: Leihmaterial (on loan, not edited)
Commissioned by:
Instrumentation:

for Bass- bariton, Mezzo-Soprano

for Flute(s), clarinet(s), Synth/piano, Bandoneon, Contrabass, Violin, live-electronics, percussion.

 

 

 

+ Work description

QUADRIGA QUARTET (SLEIPNIR, the last movement)

2010 |
30 min
Price: SFR 60.-
Commissioned by:
Basler Gesellschaft für Kammermusik
Instrumentation:

for String Quartet

+ Work description

Vers l'ouvert

Basel 2008 |
17
Price: On loan
Commissioned by:
Sinfonietta Basel
Instrumentation:

for orchestra

+ Work description

FROM THE ASHES

2006 |
45 min
Price: Leihmaterial
Request: Winkelman
Commissioned by:
Instrumentation:

for Large ensemble consisting of: alto Flute/Flute/Piccolo, E flat clarinet/A clarinet/Bass clarinet, Horn/Alphorn, Trombone, amplified String quintet, Harpsichord, Arp OdysseySynth, Hammond, Celesta (played by conductor) Percussion (2) and conductor

+ Work description

Canto 33

2006/2015 |
1 hour
Price: Rental Material
Request: Editions BIM
Commissioned by:
None
Instrumentation:

for vocal ensemble with 18 singers (3 sopr, 3 mezzos, 3 altos, Solo-counter-tenor, Solo tenor, Solo bass, 1 basso profondo, three baritons, 2 basses) and 3 instruments  (harp in overtone tuning, percussion, contrabass-clarinet)

+ Work description

ROTA ORAt TARO ATOR

2004 |
15 min
Price: SFR 35.-
Request: Winkelman
Commissioned by:
Harvard musical association Boston
Instrumentation:

Duo for violin and piano

+ Work description

Ciaconna

2003 Akureyri Iceland |
6'
Price: Edited
Commissioned by:
none
Instrumentation:

for solo violin or viola

+ Work description

GRAVITATIONS 1 und 2

2001 |
15 min
Price: SFR 40.-
Commissioned by:
Hansheinz Schneeberger
Instrumentation:

for violin and piano

+ Work description

Rondo mit einem Januskopg

2001 |
7 min
Price: Edited
Commissioned by:
None
Instrumentation:

Violin and Violoncello

+ Work description

SONNET 74

|
12 min
Price: SFR 25.-
Commissioned by:
Instrumentation:

for Contrabass and Echo chamber (two violins and cello) with amplification and reverb.

+ Work description

|
Commissioned by:
Instrumentation: