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Komposition

 

"... als Highlight des Abends entpuppte sich "from the ashes", Tondichtung über den Phönixmythos in acht Teilen. Helena Winkelman hat mit diesem 45 Minuten dauernden Stück ein veritables Meisterwerk geliefert dessen Uraufführung durch das Ensemble Phönix mit grossem Beifall aufgenommen wurde."

Basler Zeitung, 3. Juli 2006

"... trotzt der gefährlichen Fülle verschiedenster Elemente gelang die Integration: Renaissancemusik blasende Schalmeien, rockige Episoden des Schlagzeugs, impressionistische Klaviertöne oder Mozart - Zitate aus dem Handy- um nur einige zu nennen - verschmolzen zu einem stimmigen Ganzen."

Stephan Thomas, Südostschweiz

"... das Erstlingswerk für Orchester, "Vers l'ouvert" beeindruckte durch seine reife Balance in der Instrumentation und mit seiner stringenten Dramaturgie. Surrende Klangflächen schwangen sich auf, riefen mit einer weichen Atonalität imposante Landschaftsbilder hervor, führten das Gedankenkino tief in einen Bergwald, wo sich Regentropfen in Kobolde verwandelten und alles im Sog des Gespenstischen zu zerfliessen schien."

Stephan Thomas, Südostschweiz, April 2008

"... Handwerklich absolut professionell hat Helena Winkelman wenn man so will, mit "Stasera" für Klavier und Posaune ein Stück klassische Duoliteratur mit neuen Inhalten geschrieben. Beide Partner sowohl, was das melodische Material, als auch, was die zeitliche Strukturierung betrifft, gehen aufeinander ein, organisieren gemeinsame Höhepunkte. Irgendwo im Raum schwebt eine Art latenter Grundtönigkeit, sich wiederholende Floskeln im Klavier erinnern ebenso an bekannte Höreindrücke wie die Reminiszenz an klassische Satzeinteilung mit unterschiedlichen Ausdrucksebenen. Dadurch wird die Musik trotz ihrer Heftigkeit und ihrer teilweise eruptiven Gewalt spontan als "verständlich" empfunden. So ist die auf die stark stimmungshaft arbeitende Kurzlyrik Ungarettis bezogenen Musiksprache dieser Komposition ebenso existenzialistisch, ja archetypisch in ihrer wilden Ausdruckskraft des hier und Jetzt und zugleich gebändigt durch den ordnenden Intellekt. "

Karin Steinebrunner, Badische Zeitung Mai 2009

Curriculum Vitae

Helena Winkelman- geboren am 27.2.1974 - entstammt einer Musikerfamilie: Ihr Vater war ein Holländisch/Italienischer Flötist, ihre Mutter eine Schweizer Cembalistin.

Ihre Neigung zur Musik wurde früh gefördert. Obwohl sie in jungen Jahren Preisträgerin an nationalen und internationalen Violinwettbewerben wurde, hat sie sich in den letzten Jahren ganz der Komposition gewidmet.

Ihr Interesse an Jazz und Renaissancemusik liessen sie zuerst mit dem für den Postmodernismus typischen Stilpluralismus experimentieren. Unter Verwendung ständig wechselnder, verschiedenen Epochen entstammenden Kompositionstechniken und eines ungewöhnlichen Instrumentariums entstand eine sehr vitale Musik in der die Abgründe hinter Humor und Ironie verborgen sind. Das 2001 entstandene Werk "Herrgott und Teufel, ein Ensemblewerk mit zwei Sprechern über das längste Anagramm in deutscher Sprache ist das früheste Beispiel dafür - spätere Werke die extensive Stilwechsel benutzen sind z.B. die Kammeropern Extravagancia und Satanica über Texte des Argentinischen Theaterschriftstellers und Regisseurs Rafael Spregelburd (2010).

Einflüsse aus der Schweizer Volksmusik (Fremdländler, Chill(t) horn und Quodli - Beat 2011) sowie der Indischen Musik (Immediation, Song of the Reed) sind ebenfalls in ihren Werken zu finden. Ihr Interesse an Literatur, Psychologie und Philosophie haben einen grossen Einfluss auf ihr Schaffen. Viele ihrer Werke basieren auf Texten: von Celan, Dante, Rumi oder auf Mythen (siehe "From the Ashes" für grosses Ensemble oder das Alphorn/Trompeten- Doppelkonzert "Miorita")

In jüngerer Zeit hat ihr die Entdeckung des Spektralismus bei Gerard Grisey, Georg Friedrich Haas und George Benjamin wichtige Impulse gegeben, die Formen und Klänge, mit denen sie arbeitet immer wieder neu zu erfinden.

Helena Winkelman erhielt Aufträge von der Harvard Musical Association, Boston (2005), dem Internationalen Musikfestival Davos (Crédit Suisse, 2001), der Musikakademie Basel (2003), der Sinfonietta Basel (2007) der IGNM Basel (2008), der IMS Prussia Cove/Nicholas Berwin, der Musikfabrik Koeln, Pro Musicis Paris, dem Trio Montin, Bern, dem Basler Kammerorchester, dem Münchner Kammerorchester, der Pianistin Dana Ciocarlie, dem "Zeitkunst" - festival Berlin sowie vielen Künstlern der Basler Musikszene.

Für ihr kompositorisches Schaffen erhielt sie den Förderpreis des KulturRaumSchaffhausen in 2003 und 2007. Ihre Werke wurden aufgeführt vom Ensemble Phönix, Basel, dem Arditti Quartett, dem Faust Quartett, der Camerata Variabile Basel, der Musikfabrik Köln sowie vielen anderen Formationen.

Seit 1998 lebt sie freischaffend in Basel. 2008-2009 war sie mit einem Stipendium der Stiftung Landis & Gyr für ein Jahr in London. Für das Wintersemester 2012 erhielt sie vom Kanton Schaffhausen einen Atelierplatz in Berlin zugesprochen.

Ausbildung

Helena Winkelman studierte Violine am Konservatorium Luzern (Herbert Scherz/Gunars Larsens - Lehrdiplom mit Auszeichnung) an der Musikhochschule Mannheim (Valery Gradow- Künstlerische Ausbildung) New York (Daniel Philips) und Basel (Thomas Füri- Konzertdiplom mit Auszeichnung).

Während des Studienjahrs in New York (1997/98) begann sie regelmässig zu komponieren. Dort waren die Begegnungen mit den Komponisten Dr. Philip Lasser und Stanley Wolfe sehr wichtig. Zurück in der Schweiz studierte sie an der Musikhochschule Basel Komposition mit Roland Moser (2003-2007 Diplom) und Georg Friedrich Haas (Nachdiplomstudien 2007-2008)

Musiker und Komponisten die ebenfalls von grossem Einfluss auf ihre künstlerische Entwicklung waren, sind der Perkussionist und Komponist Pierre Favre mit dem sie während zwei Jahren in Luzern arbeitete, der Komponist György Kurtag, an dessen Kammermusikkursen sie sehr oft teilnahm und der Schweizer Geiger Hansheinz Schneeberger.

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